Uncle Vanya
Stell dir vor, du müsstest in einem Haus irgendwo auf dem Land mit Leuten leben, die du entweder nicht sonderlich gut leiden kannst oder hasst. Verbindungen zum Rest der Welt gibt es kaum: Es gibt keinen Fernseher, keinen Computer, kein Telefon, und selbst die Straßen sind kaum passierbar. Die umgebende Landschaft liegt brach: Tiere sterben aus und die Wälder verschwinden. Das ist das provinzielle Russland am Ende des neunzehnten Jahrhunderts.
Onkel Wanja, mit dem Untertitel „Szenen aus dem Landleben“, schildert die Hoffnung, Frustration und Verzweiflung von Menschen, die aus rein finanziellen Gründen gezwungen sind zusammenzuleben. Tschechows Tragikomödie behandelt diesen verlorenen und entbehrlichen niederen Landadel mit Zuneigung und Mitleid, aber auch einer gehörigen Portion Ironie.
Rezensionen
Dresdner Neueste Nachrichten, 27.10.2009
„Wird dieser Vierakter [Uncle Vanya] in englischer Sprache einstudiert und aufgeführt, dann erhält alles noch zusätzliche Würze: russische Seele trifft britisches Temperament. Das englischsprachige Dresdner Eclectic Theatre hat diesen Spagat gewagt. […] [D]as darstellerische Vermögen der Truppe erwies sich in der Umsetzung des Textes geradezu als professionell. […] Das Eclectic Theatre hat sich in der Qualität seiner Inszenierungen in den vergangenen Jahren kontinuierlich steigern können. Die in der Regel gut besuchten Aufführungen zeigen zudem, dass in Dresden ein Bedarf nach englischsprachigem Theater vorhanden ist. […] Ein erstklassiger Theaterabend.“
Elbnymphes Endnoten (Blog), Eintrag vom 23.10.2009
„Eine herausragende Leistung.“
